Wissenswertes über Schleifmittel

Aufbau eines Schleifpapiers Abbildung: Aufbau eines Schleifpapiers

Aufbau

  • Die Unterlage dient als Trägermaterial der Schleifkörner und des Bindesystems
  • Der Grundbinder verankert das Korn auf dem Trägermaterial.
  • Der Deckbinder verbindet die Schleifkörner miteinander und gibt Halt.
  • Die Schleifkörner aus verschiedenen Schneidstoffen.

Bei den Unterlagen unterscheidet man Papierunterlagen (z.B. D-Papier, E-Papier) und Gewebeunterlagen (z.B. X-Gewebe, Y-Gewebe, Polyestergewebe). Je nach Einsatzzweck des Schleifmittels werden die verschiedenen Unterlagen ausgewählt.

Bei den Bindungsarten unterscheidet man zwischen Voll- und Teilkunstharzbindungen. Bei der Vollkunstharzbindung ist die Verankerung der Körner und die Hitzebeständigkeit sehr hoch, was sich jedoch negativ auf die Flexibilität des Schleifmittels auswirkt.

Die gebräuchlichsten Schleifkörner
Siliziumkarbid Aluminiumoxid gesintertes Aluminiumoxid
schlank, eckig rund, blockig sehr gleichmäßige Kornform
sehr scharfe Kanten weniger scharfe Kanten gleichmäßige Schneidengeometrie durch Sinterung
Spröde zäh sehr zäh
anfänglich schneidfreudig, geringere Standzeit gleichmäßigere Schneidfreudigkeit, höhere Standzeit sehr hohe Schneidfreudigkeit, sehr hohe Standzeit

Streuung
Die Streuung des Schleifmittels beeinflußt das Schneidverhalten bzw. das Schliffbild. Unterschieden wird im wesentlichen zwischen dichter (geschlossen), halboffener und offener Streuung. Bei dichter Streuung ist die Unterlage vollkommen (zu 100%) mit Schleifkörnern bedeckt, bei offener Streuung nur zwischen 50-70%.
Qualitative Unterschiede bei Schleifbändern und Schleifhülsen sind im Bereich des Bandverschlusses sichtbar. Die besten Ergebnisse beim Schliffbild und der Haltbarkeit der Schleifhülse haben die stumpf zusammengefügten Verschlüsse, die mit einer speziellen Folie unterlegt und verklebt sind. Desweiteren gibt es verschiedene Verschlußschnittkanten in gerader Ausführung und in einer sogenannten Sinuslinien-Ausführung, die Vorteile beider Haltbarkeit des Verschlusses und im Schliffbild aufweist.

Schleifmittelqualität
Eine qualitativ gute Schleifhülse kann man an folgenden Punkten erkennen:

  • Stumpf zusammengefügter Schleifbandverschluß
  • Sinuslinien-Ausführung des Schleifbandverschlusses
  • Der Zuschnitt muß sauber sein, abstehende oder nicht exakt abgeschnittene Fasern der Gewebeunterlage wirken sich negativ auf das Schliffbild aus
  • Keine wesentlichen Dickenunterschiede
  • Schleifmittel müssen trocken gelagert werden

Textmaterial wurde dem Prospekt "Schleifen von Holzfußböden" der Firma Lägler entnommen.